Das Berlinklusion Logo. Berlinklusion ist ein Wortspiel aus Berlin Link (oder Verbindung) und Inklusion, und es gibt einen Baum, der aus diesem Wort heraus wächst. Der stellt die existierenden Institutionen, Vereine, Personen und Strukturen dar, die sich durch Auseinandersetzung mit Inklusion und Vernetzung in neuen und ungewissen Weisen entfalten, grafisch dargestellt durch einige Äste an diesem Baum, die mit perforierte Linien gezeichnet sind.

Über Uns

Berlinklusion
Netzwerk für Zugänglichkeit in
Kunst und Kultur

Unsere Vision

Wir möchten Berlins Kulturlandschaft positiv verändern, indem wir Inklusion vorantreiben und die Zugänglichkeit für Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen, Teilnehmer*innen und Publikum mit und ohne Behinderungen* verbessern.

Wir unterstützen Einzelpersonen, Museen, Galerien, andere Kunstinstitutionen und Gruppen durch Wissensaustausch, Kollaboration und, indem wir mehr Bewusstsein für Inklusion und Zugänglichkeit in der Kunst schaffen.

*Wir verwenden einen weiten Begriff von Behinderung und folgen dem sozialen Modell von Behinderung. Das heißt, anstatt eine Person durch ihren Gesundheitszustand oder eine Beeinträchtigung zu definieren, betrachten wir Behinderung als Resultat gesellschaftlicher Konstruktion, da Menschen durch Barrieren behindert werden. Wir erkennen an und respektieren, dass Behinderung von jeder Einzelperson und durch deren gelebte Erfahrungen definiert wird. Wenn wir von Inklusion und Zugänglichkeit sprechen, fordern wir das für alle Menschen, ganz gleich, als was sie sich identifizieren: Als sensorisch, körperlich oder kognitiv behindert oder beeinträchtigt, mit Lernschwierigkeiten, mit geistigen Gesundheitsproblemen, anders begabt, divers, ‚Krüppel‘, ‚irre‘ . . . 

Wie wir arbeiten

Wir arbeiten mit einem Pool von ausgewählten Freiberufler*innen zusammen sowie mit bestehenden Institutionen und Vereinen, die über Können, Wissen und Erfahrung in den Bereichen Behinderung, Zugänglichkeit, Inklusion und Kunst verfügen. Jedes Projekt wird an die Bedürfnisse unserer Kunden angepasst, je nach Zielsetzung und Größe. Inklusion ist das Herzstück dessen, was wir tun. Das heißt, Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten gleichberechtigt auf Augenhöhe miteinander. Wir betrachten Behinderung als wichtigen Beitrag für alle Bereiche der Kunst.

Wer wir sind

Berlinklusion ist eine Initiative und wurde gegründet von einer Gruppe von Künstler*innen, Kurator*innen, Kunstpädagog*innen, Vermittler*innen und Unterstützer*innen mit und ohne Behinderungen, die Berlins lebendige Kunstszene für ein breiteres Publikum zugänglicher machen wollen. Wir haben umfangreiche Erfahrungen in der Arbeit mit unterschiedlichsten Einzelpersonen und Kunstpublikum in Deutschland und im Ausland.

KATE BREHME ist freie Kuratorin und Kunstvermittlerin und lebt in Berlin. Sie hat einen B.A. in zeitgenössischer Kunst und einen M.A. in Cultural Heritage Studies / Kulturerbe-Forschung (beides Deakin University Melbourne). Sie hat in Australien, Schottland und Deutschland an einer Vielzahl von Projekten, Ausstellungen und Veranstaltungen gearbeitet und leitet seit 2008 Contemporary Art Exchange, eine kuratorische Plattform für internationale Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen, die professionelle Entwicklungsmöglichkeiten für aufstrebende und junge Künstler*innen bietet. Zu ihren Projekten und Forschungsthemen gehören Ort und kulturelle Identität, Arbeit und Beruf, Globalisierung, Behinderung sowie gesellschaftlich engagierte Praktiken. Kate hat als Kunstvermittlerin u.a. für The Fruitmarket Gallery, The National Galleries of Scotland und Strathclyde University gearbeitet.

Unter dem Banner von Contemporary Art Exchange hat Kate ‘Through the Looking Glass Dimly’ (2012) kuratiert, ein Kollaborationsprojekt mit zwei sehbehinderten Künstler*innen als Teil des Edinburgh Art Festival. Nach dem Umzug nach Berlin organisierte Kate das Nachfolgeprojekt ‘Common Bond’ (2013) finanziert vom British Council. Beide Projekte erforschten die Eigenarten von Zugänglichkeit in der bildenden Kunst und bestanden aus zugänglichen Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops. Von 2014 bis 2016 arbeitete sie als Mitglied im Projektteam und Moderatorin für Neue Perspektiven Gewinnen, eine Serie von Workshops zum Thema Inklusion in Berliner Museen. Zur Zeit ist Kate Dozentin für den Masterstudiengang Kunstvermittlung am Piet Zwart Institute in Rotterdam und Doktorandin am Center for Metropolitan Studies an der Technischen Universität Berlin mit einem DFG-Stipendium. In ihrer Dissertation erforscht sie das Verhältnis zwischen zeitgenössischer Kunstproduktion und Zugänglichkeit zum Stadtraum.

KIRSTIN BROUSSARD ist bildende Künstlerin und Kunstvermittlerin, die abwechselnd in New York und Berlin lebt und arbeitet. Sie hat einen Masterabschluss in Interdisciplinary Arts in Arts Education. Seit 2004 hat sie als Beraterin, Dozentin und Kunstpädagogin an zahlreichen Museen gearbeitet, u.a. im Museum of Modern Art, im Jewish Museum und im Museum of Arts and Design. Als Mitarbeiterin für das Community and Access Programm im MoMA hat sie bei der Entwicklung und Umsetzung international anerkannter und preisgekrönter Programme mitgewirkt, darunter Meet Me at MoMA, Create Ability und Prime Time.
In der Arbeit mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie Kindern mit Autismus, Erwachsenen mit Alzheimer sowie Blinden und Sehbehinderten erforscht sie unterschiedliche Sichtweisen. Dies hat sowohl ihren Ansatz in der Pädagogik als auch ihre Arbeit als bildende Künstlerin stark beeinflusst.

Jovana Komnenic portraitJOVANA KOMNENIC ist Künstlerin und Kunstvermittlerin und lebt in Berlin. Sie hat einen Masterabschluss in Malerei (University of the Arts Belgrade) und Kunst im Kontext (Universität der Künste Berlin) und ist dort als Doktorandin im Bereich Ästhetische Theorie eingeschrieben. Seit 2009 experimentiert Jovana mit Formaten und Ansätzen zu Perspektivenvielfalt und Zugänglichkeit in den Künsten und entwickelt partizipative Programme in diesem Bereich. Zu den zahlreichen Institutionen und Gruppen, mit denen sie zusammengearbeitet hat, gehören: NGBK, Berlin Biennale, Akademie der Künste, Berlinische Galerie und Machmit Museum für Kinder. Im Jahr 2015 hat sie an der Konzeption und Organisation der Tagung „Inklusion ist schön“ der Staatlichen Museen Berlin mitgearbeitet, bei der künstlerische Ansätze zu inklusiver Kunstvermittlung im Fokus standen und in Vorträgen und praktischen Workshops thematisiert wurden. Von 2014 bis 2016 arbeitete sie als Mitglied im Projektteam und Moderatorin für Neue Perspektiven Gewinnen, eine Serie von Workshops zum Thema Inklusion in Berliner Museen.

DIRK SORGE arbeitet als Künstler und Kulturvermittler in Berlin, Leipzig und Chemnitz. Er studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin (Meisterschüler) und Kultur und Technik (B.A.) sowie Philosophie (M.A.) an der Technischen Universität Berlin. Er hat Workshops und Führungen mit dem Schwerpunkt inklusive Praxis für die Staatlichen Museen Berlin, die Berlinische Galerie, die Berlin Biennale und andere Institutionen durchgeführt. Von 2014 bis 2016 arbeitete er als Mitglied im Projektteam und Moderator für Neue Perspektiven Gewinnen, eine Serie von Workshops zum Thema Inklusion in Berliner Museen. Dirk Sorge ist Mitglied im Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein (ABSV) und berät Museen, die planen, die Barrieren in ihren Ausstellungen abzubauen. Zur Zeit arbeitet er als Museumspädagoge im Industriemuseum Chemnitz.

Netzwerk für Zugänglichkeit in Kunst und Kultur