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Masterplan Workshop at Neue Perspektiven gewinnen!

Von 2013 – 2016 ich, Jovanna und Dirk hat mit Förderband e.V. Neue Perspektiven gewinnen erfunden und co-organisiert.

Beim Projekt „Neue Perspektiven gewinnen“ geht es um das Thema „inklusives Museum“. Inklusives Museum in diese Sinne bedeutet:
Das Gebäude und die Ausstellungen eines Museums sind so,
dass alle Personen sie gut nutzen können. Egal, ob diese Personen eine Behinderung hat oder nicht.

Im Jahr 2009 ist in Deutschland die Übereinkunft der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft getreten. Spätestens seitdem genießt das Thema Inklusion große Prominenz. Auch im Museum und Ausstellungswesen.
Vor dem Hintergrund knapper Budgets und Personallagen betreten Museen mit dem Thema jedoch vielfach Neuland. Oft existieren Berührungsängste, und es fehlt der Zugang zu Menschen mit Behinderungen ebenso wie Kommunikationserfahrungen und Wissen über spezielle Bedürfnisse.
Gefördert von Aktion Mensch e.V. konnten wir neben der Auftaktveranstaltung und der Schlusskonferenz eine Serie von 25 museumsfachlichen Workshops unterschiedlicher Ausrichtung und Intensität initiieren und durchführen.

Unsere Ziele waren:

  • Sensibilisieren für unterschiedliche Bedürfnisse
  • Fachlich weiterkommen, spielerisch experimentieren und voneinander lernen
  • das Netzwerk mit Betroffenen und untereinander stärken
  • praktisches Kennenlernen von Menschen mit und ohne Behinderungen befördern

Nicht nur der Gedanke der Inklusion sollte im Museum besser verankert werden, es ging auch darum, Museumsleute durch andere Wahrnehmungswelten zu inspirieren und Kulturangebote in Museen dadurch interessanter zu machen.

Meine Role in Neue Perspektiven gewinnen war an zeitgenössigne Kunst und Inklusion fokusiert. Ich habe zusammen mit Jovanna an eine Multisensoriale Vermittlung und Masterplan Workshop für Teilnehmerinnen aus den Bereichen Vermittlung, Marketing, Kuration, Ausstellungsdesign, technische Gestaltung des Berlinische Galeries am 23.09. , 25.09. , 26.09.2015 und am 11.02.2016 geleitet.

Ein komplexer mehrtägiger Workshop, der durch den Wechsel zwischen theoretischen bis hin zu wissenschaftlichen Inputs mit praktischen Übungsteilen bestimmt war. Ebenso gemischt waren auch die Teilnehmenden: MitarbeiterInnen aus Vermittlung und Kuration ergänzt durch Gäste mit Seh- und Hörbehinderung und Gäste mit Lernschwierigkeiten. Insbesondere im zweiten Workshopteil, der sich stärker dem Schwerpunkt der Ausstellungsgestaltung widmete, waren außerdem KollegInnen aus dem Design und der technischen Gestaltung dabei.

Fotos von Neue Perspektiven gewinnen sind unten. Weitere Details an diese Projekt finden Sie auf dieser Seite.

Parcours der Nichtsehenswürdigkeiten

Parcours der Nichtsehenswürdigkeiten (Non-Sight Seeing Tour), workshop and guided tour by Jovana Komnenić and Dirk Sorge, part of Die Auflösung des Sehens (The Resolution of Sight), Kunsthaus Kloster Gravenhorst, 2014

Ein lächelnder Man berührt ein Steinkkulptur. A smiling man touches a stone sculpture.

The project Die Auflösung des Sehens“ was a creative reflection about the dominance of sight in art and everyday life. The projects aim was to point out the mechanisms of exclusion and to work in the opposite direction by inviting blind and visually impaired audiences into the gallery. It explicitly addressed these audiences, but was relevant for sighted people as well, because it pointed out the creative potential hiding in other ways of viewing things and the ability of invisibility to broaden the meaning. The overall goal was to bring awareness to this theme by using both irritation and reflection.

Eine Nahaufnahme von zwei Menschen die Hände berühren die Basis einer roten Metall-Straßenlaterne. A close-up of two people's hands touching the base of a red metal street light.The exhibition venue was the building of a former monastery situated in a large park area in the west of Germany. The whole project consisted of three parts and lasted one year (January to December 2014) with the project grant KunstKommunikation which supports a participatory approach in the arts. One part was a series of workshops with blind and visually impaired participants with the goal of developing a tour through the park, the second part was the production of a tactile map with audio output to guide visitors to the stops of the tour. The third part was the artistic intervention inside the historic building with site-specific installations.

Eine Nahaufnahme einer Hand, die einen Stein, der mit Buchstaben eingraviert ist, berührt, wie durch eine Lupe gesehen. A close-up of a hand touching a stone engraved with letters, as seen through a magnifying glass.For  further photos and a video of the installations please visit http://dirksorge.de/aufloesung.htm and http://www.jovanakomnenic.com/file/work/Pages/die_auflosung_des_sehens.html.

Further information on the project and Kunsthaus Kloster Gravenhorst (German only):

http://www.da-kunsthaus.de/dirk_sorge.html