Archiv der Kategorie: Frühere Projekte

Inklusive workshops mit Light Art Space

Im Dezember 2019, gleich vor Weihnachten, haben wir im Kraftwerk Berlin zwei inklusive Workshops im Rahmen des Vermittlungsprogramms einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst geleitet. Bezug war die Ausstellung Latent Being von Refik Anadol, kuratiert und organisiert von Light Art Space, einem neuen Kunsthaus in Berlin. Mit zwei Gruppen – JugendTheatergruppe Thikwa und Schüler*innen aus der Galilei Grundschule haben wir die Ausstellung besucht und uns kreativ, durch Bewegung, Spiel und Elemente bildender Kunst mit den Themen der künstlichen Intelligenz und Algorithmus beschäftigt. Es war eine große Freude an diesem Projekt und mit diesen Gruppen zu arbeiten!

Menschen stehen und sitzen um einen langen rechteckigen Tisch und malen ein großes gemeinsames Bild
Foto: Jürgen Scheer
In einem riesigen dunklen Innenraum: Leute sitzen und liegen auf großen Kissen auf dem Boden, während darauf bunte Bilder projiziert werden
Foto: Jürgen Scheer

Ausstellung „Deformation Complete: Die Freiheit eines Bratenwenders“

Gruppenausstellung bei 48 Stunden Neukölln, 14.–16. Juni 2019

Festival-Thema: „Futur III“

Ehemaliges Umspannwerk, Richardstraße 20, 12043 Berlin

Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen, die sich mit dem Thema des technischen Fortschritts auseinandersetzen und experimentelle und spielerische Strategien entwickeln, um den dystopischen Fantasien etwas entgegenzusetzen. Die Fragen, was technisch machbar und wünschenswert ist und wer entscheidet, was (technische) Perfektion ist, bilden den konzeptuellen Rahmen. Es geht um die Fragen nach Normen, Normalität und dem Reiz des Außergewöhnlichen. Welchen Normen müssen Künstler*innen und ihre Arbeiten erfüllen? Ist eine Behinderung ein Fehler, der (medizin-)technisch behoben oder versteckt werden muss? Oder lässt sich eine Behinderung für die künstlerische Arbeit fruchtbar machen?

Teilnehmende Künstler*innen: Anna Berndtson, Heike Bollig, Minhye Chu, Monika Gabriela Dorniak, Ono Ludwig, Gerald Pirner.

Kurator: Dirk Sorge

Eine Performerin steht links im Vordergrund. Rechts hängen zwei Kleider und Holzkonstruktionen von der Decke. Im Hintergrund sitzt und steht das Publikum.
Monika Gabriela Dorniak: Metacognitive Tool, Performance, Kostüm und Video, seit 2016; Foto: Minhye Chu
Verschiedene Objekte in einer Tischvitrine: eine Schallplatte, zwei Schwämme, zwei Schrauben, eine Briefmarke, eine Espressotasse, etc.
Heike Bollig: Errors in Production, Installation mit Vitrine, Objekten und Postkarten, 2019; Foto: Minhye Chu
Person mit Kopfhörern in einem dunklen Raum schaut auf einem Monitor auf dem Boden.
Minhye Chu: Die Doppeloptik der Apparate, Video, 2016; Foto: Minhye Chu
Schwarz-Weiß-Foto im Querformat an einer weißen Wand. Kniende Frau mit ausgebreiteten Armen.
Gerald Pirner: Der Schatten des Atems, Fotografie, 2017; Foto: Minhye Chu
Drei große farbige Bilder im Hochformat hängen nebeneinander an einer weißen Wand. Im Hintergrund Personen auf einer Rampe.
Ono Ludwig: Aspekte Konkret (Forbidden Red, Vier Wahrheiten, Dichroitisch), Fotografie, 2015–2016; Foto: Minhye Chu
Eine Performerin im roten Kleid auf Sockel sitzend hält eine Taschenlampe in den Händen und leuchtet sich an.
Anna Berndtson: BodyPower, Performance, 2019; Foto: Minhye Chu

Aus der Reihe von Empowerment

Workshops für Kunst- und Kulturschaffende mit Behinderung von Diversity.Arts.Culture und Berlinklusion

1° Workshop: Förderfähig
25.10.2018

In diesem Workshop verschaffen wir uns einen Überblick über Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten für Berliner Künstler*innen. Wir diskutieren, vor welchen besonderen Schwierigkeiten Menschen mit Behinderung stehen, wenn sie sich für Förderungen bewerben. Wie funktioniert ein Bewerbungsverfahren? Wir gehen einen Antrag Schritt für Schritt durch.
Dieser Workshop richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende mit Behinderung, die professionell arbeiten möchten, dafür aber mehr Informationen benötigen. Er soll Künstler*innen dazu ermutigen, sich auf dem regulären Kunstmarkt zu etablieren. Am Ende des Workshops gibt es die Möglichkeit, sich zu vernetzen und weiter auszutauschen.
Referent*innen: Imke Baumann (Förderband e.v.), Tobias Losekandt (Kulturförderpunkt)
Moderator*innen: Jovana Komnenic und Dirk Sorge (Berlinklusion)


Konzeptionelle Karte mit bunten Papieren

2° Workshop: Mein Ich und dein Bild von mir
1.12.2018

Ich arbeite als Künstler*in und habe eine Behinderung. Und jetzt? Soll ich die Behinderung verstecken? Soll ich explizit darauf hinweisen? Soll ich sie zu meinem Markenzeichen machen?
In diesem Workshop sprechen wir in einem geschützten Raum darüber, welche Strategien Künstler*innen mit Behinderung entwickeln, um diese Fragen zu beantworten. Gemeinsam überlegen wir, wie wichtig für uns eine Behinderung für die Identität ist, inwiefern sie zu unserer Selbstdarstellung gehört und wie man mit Diskriminierung im Kulturbetrieb umgehen kann. Wer möchte, kann über eigene Erfahrungen berichten.
Im Anschluss an den Workshop gibt es die Möglichkeit, an einer Tastführung durch die Berlinische Galerie teilzunehmen.

Workshopleitung:
Referent*innen: Annton Beate Schmidt (Künstlerin), Monika Dorniak (Künstlerin)
Moderator*innen: Kate Brehme und Dirk Sorge (Berlinklusion)

Person, die eine Zeichnung auf einer Glasoberfläche betrachtet
Diversity Arts Culture Logo

Call and Response in DADAA Fremantle

5.-7.10.2018

Call and Response: Reisen durch eine multi-sensorische Landschaft ist eine künstlerische Zusammenarbeit zwischen der australischen zeitgenössischen Tänzerin Anna Seymour und den Berliner Künstler*innen Kirstin Broussard, Jovana Komnenic und Dirk Sorge. Die erste Wiederholung von Call and Response fand im Rahmen eines Austauschs des Australia-Berlin Arts Exchange-Projekts in Berlin statt.
Diese zweite Wiederholung findet in Fremantle in Westaustralien statt, einem Teil unserer laufenden Kooperationen mit Arts Access Australia und DADAA Fremantle.

Gemeinsam haben sie eine interaktive Installation entwickelt, die unterschiedliche Perspektiven untersucht, indem Klang, Bewegung und bildende Kunst verbunden werden. Eine Serie von sinnlichen Stationen lädt die Teilnehmer*innen dazu ein, miteinander zu interagieren und flüchtige Kunstwerke zu schaffen. Dadurch werden die Themen Verbundenheit und Verschiedenheit als Antriebskräfte für Kreativität erforscht.

Two people in a room with chairs playing with colorful balloons

Meeting Place 2018 Alice Springs

24.-26.9.2018

Meeting Place ist ein inklusiver Lernraum und eine kritische Plattform, um über das Neueste aus Kunst und Behinderung zu diskutieren. Nach der gemeinsamen Organisation des Meeting Place in Berlin im letzten Jahr wurde Berlinklusion von Arts Access Australia eingeladen, an der diesjährigen Konferenz in Alice Springs im September teilzunehmen. Wir haben an Podiumsdiskussionen teilgenommen, die Partizipationsinstallation „Viele Dinge schmelzen in der Wüste Vol.1“ präsentiert und einen Workshop zur inklusiven Kunsterziehung gehalten.

Videos ansehen, oder lesen Sie in einem Interview für Leidmedien von unseren Erfahrungen.

Filmpremiere: Common ground in diversity

20.6.2018

tanzfähig und Berlinklusion organisierten Premiere des Filmes „Common Ground in Diversity“ (DE 2017, 94. min, Kamera und Schnitt: Sushma U. Gütter. Der Film dokumentiert die vier choreografischen Forschungstage von tanzfähig und dem Berliner Choreographen-Duo matanicola, die im September 2016 im Rahmen des EU-Projekts „Moving Beyond Inclusion“ durchführkonnten. Nähere Angaben zum Film siehe unten.
Nach der Vorführung gab es ein Gespräch mit den Autor*innen.

Filmbeschreibung
Der Film ist ein ungewöhnliches Dokument: In großer Nähe begleitet er das Choreographen-Duo matanicola und eine Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern, die durch Alter, Herkunft, tänzerische Vorerfahrung und Behinderung in ihrer Körperlichkeit überaus verschieden sind. Er veranschaulicht eindrucksvoll, wie im Verlauf der vier Tage ihrer gemeinsamen choreographischen Forschung die Bewegungsidee von den Köpfen der Choreographen in die Körper der Tänzer wandert und wie sie dort lebendig wird. Es ist berührend zu sehen, wie die Tänzer sich von Tag zu Tag mehr auf die Vorstellungen der Choreographen einlassen, sich im Vertrauen auf sie zunehmend verletzbar machen und in einer für sie nicht vorstellbaren Art und Weise über ihre Grenzen hinausgehen. Der Film zeigt den ersten Beginn eines kreativ-tänzerischen Prozesses und belegt die mögliche Gleichwertigkeit körperlicher Verschiedenheit im Tanz. Darüber hinaus erzählt er am Beispiel des Tanzens vom Lernen im allgemeinen und den damit verbundenen Gefühlen, der Neugier, dem Zweifel, der Angst und dem Glück.

Trailer: https://vimeo.com/200248639

Call and Response: Journeys through a multi-sensory landscape

Interactive Art Installation & Launch of Berlinklusion Network for Accessibility in Arts and Culture.
Part of Australia-Berlin Art Exchange

13.10.2017

„Call and Response“ is an artistic collaboration between Australian contemporary dancer Anna Seymour and Berlin based artists Kirstin Broussard, Jovana Komnenic and Dirk Sorge. Together they have created an interactive installation exploring multiple perspectives incorporating sound, movement and visual art. Via a series of sensory stations participants are invited to interact with each other to create ephemeral works of art exploring connectivity and difference as an engine for creativity.

The event culminated in a casual networking activity sponsored by Berlinklusion: an international Network for Accessibility in Arts and Culture based in Berlin.

Masks and Faces – Workshop with paper, colors, seeds … and soul

Kunstworkshop von Chelle Destefano und Corry Siw Mirski
Teil von Australia-Berlin Art Exchange

14.10.2017

„Wir sind Seelen, die eine menschliche Erfahrung machen. .. die Ängste und Repressionen, die die Menschen aus ihrem Leben entfernen müssen … unser kreatives Projekt ist ein Versuch, Menschen dazu zu bringen, aus ihrer Komfortzone herauszukommen, um etwas zu schaffen, womit sie ihre Herzen sprechen lassen können.“
… wir formen Werke über die menschliche Erfahrung, die Seele und die Furcht, die wir gehen gehen lassen … der Schmerz, das Licht …
Aus dem Projekt soll eine emotional geladene Installation entstehen, mit Zeichnungen von Gesichtern auf großem Papier hinter geformten, bemalten und beklebten Papiermasken.
Wenn wir uns öffnen, um uns selbst zu spüren, dann werden wir uns weiterentwickeln und entdecken, was unsere Seelen sprechen läßt – und erleben, dass es keine Fehler gibt (in der Kunst).“ Chelle Destefano und Corry Siw Mirski

Gruppenfoto mit bunten Masken in der Rückwand

Meeting Place

Meeting Place, Kulturprojekte Berlin Podewil
Meeting Place Logo

Berlinklusion ist stolz darauf, Meeting Place Berlin mitzuorganisieren; Ein ganztägiges Lernforum zu Kunst und Behinderung mit Arts Access Australia, Diversity.Arts.Culture – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung und Förderband e.V. – Kulturinitiative Berlin.

Das gesamte Programm und das Formular zur Registrierung gibt es hier: https://www.kubinaut.de/de/termine/meeting-place-berlin/

Siehst ein kurzes illustratives Video: https://www.youtube.com/watch?v=wdaL7Itjf0Y

Oder dokumentierte Beiträge zur Konferenz: https://www.youtube.com/watch?v=AWi4EDiok1U&list=PLHVy-GR-GwzXFmhB_N0ATGn4Pw2ooaLun 

Liest über Meeting Place:

https://www.kulturprojekte.berlin/blog/meeting-place-2017/ http://leidmedien.de/aktuelles/kuenstlerinnen-mit-behinderung-wo-sind-sie/
http://www.kultur-oeffnet-welten.de/positionen/position_5824.html

Meeting Place

Montag, 16.10.2017

9:00-17:30 Uhr

Podewil, Klosterstraße 68, 10179 Berlin

In Kooperation mit Diversity.Arts.Culture – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung präsentiert Arts Access Australia Meeting Place.

Die ganztägige Tagung bietet eine inklusive, kritische Lernplattform um die neuesten Entwicklungen im Bereich Kunst und Behinderung1 zu diskutieren. Zwölf Referent*innen aus Berlin und Australien gestalten eindrucksvolle Präsentationen, Gesprächsrunden und interaktive Workshops. Themen beinhalten u.a. Planungsprozesse für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung, Vernetzungsmöglichkeiten in der inklusiven Kulturarbeit, Sichtweisen von Menschen mit Behinderung auf zeitgenössische Kunst sowie Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Entwicklung besserer Zugänge zu Kulturfördermitteln für Menschen mit Behinderung.

Meeting Place ist Teil des Kunst- und Kulturaustauschs zwischen Australien und Berlin, der vom 9. bis 20. Oktober einlädt, eine große Vielfalt an Kunstworkshops, Musik- und Tanzaufführungen sowie Performances zu entdecken. Das Event bietet australischen und Berliner Künstler*innen und Kulturschaffenden mit Behinderung außerdem die Möglichkeit sich über neue kulturelle Lernformate auszutauschen.

Das Programm des Meeting Place ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit den Berliner Partnerorganisationen Berlinklusion – Netzwerk für Zugänglichkeit in Kunst und Kultur und Förderband e.V. – Kulturinitiative Berlin. Gastgeber und Projektpartner Diversity.Arts.Culture – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung ist ein Projekt der Kulturprojekte Berlin zur Förderung der Diversität im Berliner Kultursektor.

Im Anschluss an das Tagungsprogramm wird von 17:30 – 20:00 Uhr zu einem Empfang mit Konzert der australischen Indie-Rockband Rudely Interrupted im Foyer des Podewils eingeladen.

1Wir folgen dem sozialen Modell von Behinderung, d.h. anstatt eine Person durch ihren Gesundheitszustand oder eine Beeinträchtigung zu definieren, betrachten wir Behinderung vorrangig als gesellschaftliches Resultat, da Menschen durch Barrieren behindert werden. Wir erkennen an und respektieren, dass Behinderung von jeder Einzelperson und durch deren gelebte Erfahrungen definiert wird. Wenn wir von Inklusion und Zugänglichkeit sprechen, fordern wir das für alle Menschen, ganz gleich, als was sie sich identifizieren.

Das Podewil ist bedingt barrierefrei. Zugang über Rampe und Fahrstuhl, Unterstützung bei Türöffnung ist möglich. Eine barrierefreie Toilette und ein Ruheraum sind vorhanden. Alle Veranstaltungen werden in deutsche und englische Lautsprache übersetzt. Die Präsentationen und ausgewählte Workshops werden außerdem in Deutsche Gebärdensprache und British Sign Language (britische Gebärdensprache) übersetzt. Das Programm wird in Braille, Großdruck und in Leichter Sprache zur Verfügung gestellt.

Die Teilnahme am Meeting Place ist kostenlos. Anmeldung ist wegen begrenzter Platzkapazität erforderlich.